Sanierung A13: Neue Querverbindung zwischen Zizers und Untervaz

Seit dem Bau der A13 bestand eine Brückenverbindung zwischen Zizers und Untervaz. Nun wird eine neue Querverbindung erstellt. Sie ist doppelt so breit wie die alte Verbindung, viel sicherer und kos-tet rund 34 Millionen Franken.

Im Vordergrund der neue Kreisel, links «neue Brücke», rechts «Reste der alten Brücke».
Im Vordergrund der neue Kreisel, links «neue Brücke», rechts «Reste der alten Brücke».

Zwischen Zizers und Untervaz besteht beim Anschluss Zizers eine Querverbin-dung über die A13. Die bestehende Querverbindung stammt aus den 1970er-Jahren. Das Bauwerk befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Auch war die vorhandene Verkehrskapa-zität ausgeschöpft, da die Industrie im Einzugsgebiet des Anschlusses seit dem Bau der Querverbindung massiv gewach-sen ist.

Beginn Rückbauarbeiten.
Beginn Rückbauarbeiten.

Bautechnik der neuen Querverbindung

In der Ausgabe vom Mai 2020 wurde ausführlich über das neue Brückenbau-werk berichtet. Seit diesem Bericht wurde auf der Baustelle Querverbindung Untervaz sehr viel bewegt.

Mit Ausnahme der Ausfahrtsrampe aus Richtung Sargans sind sämtliche Brückenoberbauten fertiggestellt, die PDB-Abdichtung verklebt, der Guss-asphaltbelag eingebaut, die Leitschran-kensysteme montiert und die Markierun-gen auf der Brücke aufgebracht. Am 23. September konnte die Hauptbrücke der neuen Querverbindung dem Verkehr übergeben werden. Dieser Akt läutete die umfangreichen Rückbauarbeiten der in die Jahre gekommenen bestehenden Querverbindung ein.

Rückbau über dem Areal der Valser Wasser AG mit Betonzangen.
Rückbau über dem Areal der Valser Wasser AG mit Betonzangen.

Rückbautechnik der «alten» Querverbindung

Nach wochenlanger, minutiöser Planung und Arbeitsvorbereitung starteten die Rückbauarbeiten am 7. Oktober. Als Herausforderung galt es die analogen Umstände wie bei der Erstellung der neuen Brücke zu meistern.

Zwangsläufig waren beim Rückbau die gleichen Verkehrsträger wie beim Neubau zu berücksichtigen. Zu keinem Zeitpunkt waren Störungen des Individualverkehrs und des öffentlichen Verkehrs gestattet, dies trotz der umfangreichen Abbruch-arbeiten von rund 5000 Kubikmeter armiertem Beton. So erfolgten beinahe ausnahmslos sämtliche Rückbauarbeiten während der Nacht in zeitlich einge-schränkten Nachtzugspausen resp. Nachtsperrungen.

Die einzelnen Brückenfelder wurden je nach Lage und Ort mittels zwei Gross-baggern mit Betonbeissern «pulverisiert» und kontrolliert zurückgebaut.

Ausheben Brückenteile mit 500-Tonnen-Pneukran.
Ausheben Brückenteile mit 500-Tonnen-Pneukran.

Über den Geleisen der RhB und der SBB wurden die Brückenabschnitte vorgängig in Teilsegmenten von max. 70 Tonnen Gewicht mittels Seilsägen getrennt und mit einem 500-Tonnen-Pneukran in jeweils drei Stunden herausgehoben. Dieses Vorgehen war notwendig, um jeweils am darauffolgen-den Morgen die Geleise fahrbar zu melden, damit der morgendliche Pendlerverkehr die Baustelle ungehin-dert passieren konnte.

Weiter waren alle Pfeiler und die Wider-lager der «alten» Brücke bis auf 1 Meter unter Terrain zurückzubauen.

Einzig beim Brückenteil über der A13 konnte eine Sperrung für 12 Stunden erwirkt werden, damit dieser Brückenteil mit sechs Grossbaggern in drei Stunden mit speziellen Betonabbruch-Werkzeu-gen «pulverisiert» werden konnte.

Kontrollierter Rückbau über der A13 mit sechs Grossbaggern
Kontrollierter Rückbau über der A13 mit sechs Grossbaggern

Dank einem optimierten Ablauf, minutiö-ser Ablaufplanung während dem Neubau der neuen 16 Meter breiten Überführung und dem Rückbau der bestehenden Brücke wird die Inbetriebnahme der gesamten neuen Überführung auf Mitte 2021 erfolgen, 18 Monate früher als ursprünglich geplant. ■

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