Instandsetzung des Senseviadukts
Im letzten Jahr wurde das Sense-viadukt zwischen Bern und Fribourg erneuert. Die wichtige Infrastruk-turbaute der Ost–West-Achse ist nun für weitere Jahrzehnte Bahn-verkehr bereit. Bis in den Sommer erfolgen jetzt noch die Abschluss-und Rückbauarbeiten.
Das im Jahr 1925 erstellte Senseviadukt ist Teil der Bahnlinie zwischen Bern und Fribourg und damit der Ost–West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes. Das zweigleisige Viadukt führt zwischen den Bahnhöfen Thöris-haus Dorf und Flamatt über die Sense. Es muss aus Altersgründen instandgesetzt und gleichzeitig den neuen Anforderun-gen angepasst werden.
Ziele des Erhaltungsprojektes
Das Projekt hat die folgenden Ziele: Erstens soll die Lebensdauer des Viadukts verlängert und damit für weitere Jahrzehnte die Voraussetzung für einen pünktlichen und sicheren Bahnbetrieb geschaffen werden. Und zweitens soll das Viadukt für den Einsatz von Fernver-kehrs-Doppelstockzügen mit Wankkom-pensation ertüchtigt werden. Die Wankkompensation ermöglicht schnelle-re Kurvenfahrten und hilft so, die Fahrzeit zwischen Bern und Lausanne auf rund eine Stunde zu reduzieren. Das sorgt für bessere Anschlüsse zur vollen und zur halben Stunde.
Umfangreiche Liste mit Erneuerungs arbeiten
Das Projekt beinhaltete die folgenden Massnahmen:
- Bau eines neuen Fahrbahntroges (Betonplatte) auf der bestehenden Bahnbrücke
- Instandsetzung des Mauerwerks, des Widerlagers und der Flügelmauern des Viaduktes
- Sicherstellung des Kolkschutzes am Mittelpfeiler, um die Unterspülung des Pfeilers zu vermeiden
- Sicherstellen der Tragsicherheit im Entgleisungsfall
- Ersatz der anschliessenden Stütz-mauer im Bankettbereich auf Seite Neuenegg
- für Züge mit Wankkompensation: Verbreiterung der Gleis-und Gehweg-abstände, Erhöhung der Schotterbett-stärke und Einbau von Beton-schwellen
Die Hauptarbeiten der Instandsetzung konnten im letzten November abge-schlossen werden. Es erfolgen nun dieses Jahr noch die Rückbauarbeiten – insbesondere der Installationen. ■