Klimaschonendes Bauen braucht weiterhin Holzförderung

Die Lignum fürchtet, dass das sogenannte Entlastungspaket 27 des Bundesrats das klimaschonende Bauen mit Holz gefährden könnte. Es geht dabei um eine Änderung des Waldgesetzes, die negative Auswirkungen auf den Aktionsplan Holz des Bundesamts für Umwelt (Bafu) haben könnte.

Bis zum 5. Mai 2025 läuft die Vernehmlassung zum Entlastungspaket 27 des Bundes. Vorgesehen ist unter anderem eine Änderung des Waldgesetzes mit Auswirkungen auf den Aktionsplan Holz des Bafu. Die Lignum wird sich dafür einsetzen, dass dieses wichtige Instrument zur Holzförderung handlungsfähig bleibt. Sie stimmt derzeit ihre Stellungnahme ab und wird sich in der Vernehmlassung fundiert einbringen.

Unerwünschte Auswirkungen vermeiden

«Es ist richtig, die Bundesfinanzen ins Lot zu bringen. Jedoch gilt es zu vermeiden, dass bestimmte Massnahmen von insgesamt geringem finanziellem Gewicht vielleicht unerwünschte Auswirkungen in grösseren Zusammenhängen haben», sagt Ständerat Jakob Stark, Präsident von Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, und ergänzt: «Wir müssen genau hinschauen, welche Auswirkungen die vorgesehene Gesetzesanpassung auf die Leistungen im Rahmen des Aktionsplans Holz des Bafu hat. Das erfordert in jedem Fall vertiefte Abklärungen.»

Die Lignum fürchtet, dass das sogenannte Entlastungspaket 27 des Bundesrats das klimaschonende Bauen mit Holz gefährden könnte. (Foto: Lignum)
Die Lignum fürchtet, dass das sogenannte Entlastungspaket 27 des Bundesrats das klimaschonende Bauen mit Holz gefährden könnte. (Foto: Lignum)

Die Holzförderung ist klima- und energiepolitisch von Bedeutung. Das Material ist ein natürlicher CO2-Speicher und nur mit minimaler grauer Energie belastet, weil die «Herstellung» des Materials im Wald allein mit Solarenergie geschieht. Holz eignet sich deshalb in ausgezeichneter Weise für klimaschonende, energieeffiziente und kreislauffähige Bauten, wie sie ein zukunftsfähiger Schweizer Gebäudepark erfordert. Jedoch beträgt der Holzbauanteil erst rund 16 Prozent. Zugleich gilt es, die Ernte, Verarbeitung und den Verbrauch von hiesigem Holz anzukurbeln. «Das bedeutet, dass eine Förderung des Bau- und Werkstoffs Holz durch die öffentliche Hand in jedem Fall weiterhin von erstrangiger Bedeutung ist», erklärt Stark.

> lignum.ch/

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