30 Jahre Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie

Die GSGI-Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik- Industrie hat in den 30 Jahren ihres Bestehens mit dem starken Wandel in ihrer Branche Schritt gehalten. Heute ist sie besser vernetzt denn je und blickt auf erfolgreiche Jahre zurück.

Im Mai 1989 haben sich neun innovative und weitsichtige Unternehmer aus der Branche der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik in Egerkingen zur Gründungsversammlung der Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik- Industrie GSGI zusammengeschlossen. Immer mehr reifte bei den CEOs der namhaften Unternehmen die Einsicht, dass die traditionellen, eher gewerblich orientierten Verbände den Anforderungen von grossen und überregional tätigen Unternehmen nicht mehr in allen Bereichen genügend gerecht werden konnten. Die GSGI-Gründer bzw. die Unternehmen, welche sie vertraten, sahen zunehmend die Bedürfnisse der Bauherrschaften nach zusammenhängenden Systemen. Dies erforderte ein neues Denken und andere Formen der Problemlösungen. An stelle des gewerblichen Spartendenkens rückte die prozessorientierte, industriell geprägte Leistungserstellung im Verbund von unterschiedlichen Disziplinen.

Von HLK-Technik über Gebäudetechnik Richtung Technik am Bau
Diese Sicht fokussierte sich in den Anfängen der GSGI auf die HLK-Technik. Die Entwicklung in der Bauindustrie war und ist jedoch rasant und schon bald hatte die GSGI die Optik von ganzheitlichen Gebäudetechnikkonzepten eingenommen. Dies beinhaltet insbesondere die Energieversorgung, die Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kälte-, Sanitär-, Elektro-, Kommunikationsund Sicherheitstechnik, die Gebäudeautomation, welche erst zusammen und koordiniert eingesetzt optimale Gebäudenutzung ermöglichen. Bereits im Jahr 1991 erweiterte sich die GSGI durch Unternehmen der Elektrotechnik, 1993 mit Unternehmen der Sicherheitstechnik, 1999 mit solchen der Gebäudeautomation und heute sind auch Vertreter der Aufzugstechnik und der Gebäudehülle mit im Boot der GSGI. Die Gruppe der Schweizerischen Gebäudetechnik-Industrie ist heute ein wichtiges Bindeglied für nachhaltige Technik am Bau. Die 15 Mitglieder der GSGI sind grosse, überregional tätige Firmen, welche sich durch ihre qualitativ anerkannten Leistungen als Anlagenbauer und Systemintegratoren auszeichnen und durch ihre Grösse und Strukturen industriellen Charakter aufweisen. Zusammen beschäftigen sie circa 9000 Mitarbeitende und erwirtschaften einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Franken, was mehr als ein Drittel des Branchenvolumens bedeutet.

Strategie 2021
An der Generalversammlung 2018 haben die Mitglieder die Strategie 2021 der GSGI verabschiedet. Auf der Basis der Leitsätze sind die folgenden Ziele definiert: (1) Pflege des Netzwerks und des informellen Austausches unter den Mitgliedern und zu Partnerorganisationen, (2) Imagepflege der GSGI und der in der GSGI vertretenen Branchen, (3) Lobbying für Interessen der Branchen der Gebäudetechnik, (4) Förderung der Bildung und (5) Förderung von Innovation und digitalen Entwicklungen. Mit verschiedenen Mitteln und Engagements werden die Ziele systematisch verfolgt. Beispiele dafür sind die Durchführung von jährlich zwei Mitgliederversammlungen, regelmässige Kommunikation in der Fachpresse zu aktuellen Themen oder Engagement in der Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten im Projektmanagement wie der Fachkurs Projektleitung Bauindustrie oder CAS Projektmanagement Bau (Certificate of Advanced Studies). Dies in enger und vorbildlicher Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern-Technik & Architektur. Zudem engagiert sich die GSGI in Partnerorganisationen wie der Gruppe Ausbau und Gebäudehülle von bauenschweiz, der Konferenz der Gebäudetechnik-Verbände KGTV, von bilding Schweizerische Stiftung zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Bauwesen, Bauen Digital Schweiz oder Entwicklung Schweiz. Dies aus der Überzeugung heraus, dass sich die Kräfte der schweizerischen Bauwirtschaft noch stärker bündeln müssen, um auf politischer und gesetzgeberischer Seite auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene die Interessen der Bauwirtschaft mit Nachdruck zu vertreten.

Künftige Herausforderung
Die schweizerische Bauwirtschaft befindet sich in einem starken Wandel. Zentrale und grosse Herausforderungen der Bauwirtschaft sind insbesondere Bauen und Verdichten in urbanen Zentren, nachhaltige Erneuerung und energetische Sanierung der bestehenden Bausubstanz, Umsetzung der Energiestrategie 2050 im Gebäudebereich wie Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz oder Förderung erneuerbarer Energien, Smart Home sowie neue Wohn- oder Finanzierungsformen. Stark beschäftigt die Branchen auch die immer stärkeren Einschränkungen durch Regulatorien wie zum Beispiel Baugesetzgebung oder Heimat- und Denkmalschutz. Beinahe zu Herkulesaufgaben werden auch die Rekrutierung, Aus-, Weiter- und Fortbildung von Fachkräften sowie der Umgang mit dem teilweise ruinösen Preiskampf in der Bauindustrie. Insbesondere die Bauwerksdatenmodellierung BIM wird den Bauprozess stark revolutionieren, digitalisieren und industrialisieren. Aber auch die heute gängigen Planungs- und Ausführungsprozesse entscheidend verändern. Gefragt sind neue innovative Konzepte, Dienstleistungen und Produkte, innovative Unternehmen oder neue Geschäftsmodelle. Die GSGI-Mitglieder zeichnen sich in ihren Branchen durch hohe Innovationskraft aus. Sie investieren sehr viel in neuartige Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Die GSGI und deren Mitglieder sind sich der Herausforderungen bewusst und weiterhin bereit, an der Zukunft der schweizerischen Bauindustrie aktiv mitzugestalten sowie Verantwortung und eine Führungsrolle zu übernehmen.

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