Die Zukunft der Thermotechnik

Auf der Messe ISH Energy in Frankfurt/Main präsentierte Bosch Thermotechnik sich erstmals mit direkt nebeneinanderliegenden Ständen der Marken Bosch und Buderus.

Stationäre Batteriespeicher sind ein wichtiges Schlüsselelement, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten.

Unter dem Motto «Gemeinsam die Zukunft gestalten» veranschaulichte Buderus, wie seine Fachpartner bei Auswahl, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Heizungssystemen auf die Unterstützung und Beratungskompetenz zählen können. Mit der Innovationskraft von Bosch steht nun die gesamte Bandbreite wegweisender Raumklima- und Warmwasserlösungen zur Verfügung. Damit bringt der Markenwechsel das Beste aus zwei Welten zusammen. Ganzheitliche und faszinierende Lösungen aus der Hand eines Partners, der das Leben der Installateure und Anwender einfacher, vernetzter und unabhängiger macht.

Investitionen in Zukunftstechnologien
In der Heiz- und Klimatechnik gewinnt die Elektrifizierung zunehmend an Bedeutung, elektrische Lösungen stehen heute gleichberechtigt neben Gas- und Öl-Geräten. «Wir werden unser Angebot mit Wärmepumpen, elektrischen Warmwasserlösungen und Klimageräten ausbauen. Daneben wollen wir auch neue Marktsegmente wie das Energiemanagement und brennstoffzellenbasierte Energielösungen für uns erschliessen», so Uwe Glock von Bosch Thermotechnik. Das Unternehmen investiert in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung seines Wärmepumpengeschäftes. Dabei liegt der Fokus auf einfach zu installierenden Systemlösungen mit digitaler Unterstützung. 2018 gab es bereits drei neue Produktanläufe auf drei neuen Fertigungslinien. Für den europäischen Markt für Heizungswärmepumpen, der 95 Prozent des Weltmarktes ausmacht, ist Bosch Thermotechnik mit Entwicklungszentren in Schweden für Nordeuropa und in Portugal für Südeuropa sowie mit dem neuen Forschungsund Entwicklungsteam im deutschen Wernau für Mitteleuropa gut aufgestellt.

Smarthome-Bewohner können mit dem Energiemanager besonders viel Stromkosten sparen.

Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie
Bosch treibt die Entwicklung der Brennstoffzelle für potenzielle neue Energiesysteme weiter voran. Gemeinsam mit dem Technologie-Spezialisten Ceres Power, Horsham, Grossbritannien, will das Unternehmen die Festoxid-Brennstoffzellen- Technologie (SOFC) voranbringen. Die 2018 geschlossene strategische Kooperation umfasst auch eine Beteiligung an Ceres Power. Ziel ist es, die SOFC-Technologie durch Volumenfertigung zu industrialisieren und sie für die vernetzte und dezentrale Energieerzeugung einzusetzen. SOFC-Systeme sollen in Städten, Fabriken, Rechenzentren oder Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. «Die hocheffiziente Brennstoffzellentechnologie ist ein wichtiger Beitrag zur Energiewende, da sie zu Versorgungssicherheit und Flexibilität des Energiesystems beiträgt», ist Uwe Glock überzeugt. Vor allem in einer immer stärker urbanisierten Welt ist die Brennstoffzellentechnologie für die Versorgungssicherheit entscheidend. 2050 werden voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Menschen und damit 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten wohnen. Schon heute schlucken Metropolen 75 Prozent der weltweit verbrauchten Energie. Bis 2035 wird der Energieverbrauch weltweit noch deutlich steigen. Dieser erhöhte Strombedarf kann in Zukunft nicht mehr nur mit grossen, zentralen Kraftwerken abgedeckt werden. Ziel der Kooperation von Bosch und Ceres Power ist es deshalb, einen neuen Industriestandard bei der SOFC-Technologie für die Nutzung in der dezentralen Energieversorgung zu etablieren.

Sektorkopplung in Gebäuden: Energiemanager von Bosch
Das Hausenergiesystem wird immer umfassender, elektrischer und komplexer. Bosch Thermotechnik liefert mit dem Energiemanager die Systemregelung, die neben Komfort auch die Energiekosten optimiert. Er unterstützt den Smarthome-Besitzer auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit und sorgt dafür, dass Energieverbrauch, -gewinnung und -speicherung effizient zwischen verschiedenen Komponenten wie Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und zukünftig auch Elektrofahrzeugen gemanagt werden. Die Software des Energiemanagers bringt die unterschiedlichen Komponenten intelligent zusammen und ermöglicht Eigenstromnutzung und effiziente Wärmeerzeugung. Der Energiemanager ist in das Smarthome- System integriert: Mithilfe der App haben die Nutzer alle Daten im Blick und können ihre Hausgeräte problemlos einbinden. Smarthome- Bewohner können dank effizienter digitaler Steuerung und regenerativer Solarenergie in Verbindung mit einem Batteriespeicher bis zu 70 Prozent ihrer Stromkosten einsparen. In diese Richtung muss die künftige Entwicklung von Energienutzung gehen.

Sektorkopplung in Quartieren: elektrische Speicher und Ladeinfrastruktur
Die intelligente Sektorkopplung ist ein wichtiger Schlüssel, um künftig die Anforderungen der Bevölkerung an die Energieversorgung in ihren Wohngebieten zu erfüllen. Glock betonte an einer Pressekonferenz, wie wichtig es sei, sich hier strategisch als starker Anbieter ganzheitlicher Systemlösungen und Services zu positionieren: «Wenn man die Energiewende schaffen will, muss man Effizienzen in allen Sektoren heben, und das nicht nacheinander, sondern gemeinsam und gleichzeitig. Dafür braucht man in allen Sektoren effiziente Anlagen und möglichst erneuerbare Energien», erklärte er. Die einzelnen Bausteine – Elektrospeicher, Schnellladestationen, die Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie und ergänzende Energiemanagementsoftware – müssen in einem cleveren Gesamtsystem zusammengebracht werden. Hier ist Bosch auf einem guten Weg: Gemeinsam mit ads-tec Energy will das Unternehmen umfassende Systeme für das dezentrale Energiemanagement in Gebäuden und Wohnquartieren anbieten und so einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Das Management dezentraler elektrischer Energiesysteme etabliert sich derzeit immer stärker in den Städten und Quartieren.

www.bosch-thermotechnik.de

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