Auf Sicherheit bauen

Der Bau eines Eigenheims ist häufig mit viel Aufwand verbunden – und mit entsprechenden Risiken. Mit dem richtigen Versicherungsschutz können viele Sorgen bereits genommen werden, bevor der erste Spatenstich erfolgt.

Den Traum von den eigenen vier Wänden haben viele Schweizerinnen und Schweizer. Damit der Traum sich nicht als Albtraum entpuppt, gilt es für den Bauherren, sich im Vorfeld Gedanken über den richtigen Versicherungsschutz zu machen. Denn gerade auf dem Bau kann schnell einmal etwas passieren: bei den Arbeiten werden Nachbargebäude in Mitleidenschaft gezogen, eine Person verunglückt auf der Baustelle oder es kommt zu einem verheerenden Brand. Die Schäden können leicht in die Hunderttausende gehen und damit sogar das finanzielle Aus bedeuten, wenn kein entsprechender Versicherungsschutz besteht. Eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung und eine Bauwesenversicherung schützen den Bauherren vor finanziellen Risiken, die er im Normalfall selbst nicht tragen kann. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich über die Gesamtdauer des Bauprojekts, also von der Planung bis hin zur Fertigstellung des Projekts. So fallen Fehler, die bereits während der Planung durch das Ingenieurbüro gemacht wurden und später während des Baus zu Schäden führen, schon in den versicherten Zeitraum.

Das A & O: die Bauherrenhaftpflichtversicherung
Grundsätzlich gilt es für den Bauherren, zwischen einer Haftpflichtversicherung und einer Sachversicherung zu unterscheiden. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ist unabdingbar und kommt dann zum Zug, wenn die Bauherrschaft für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden Dritter verantwortlich gemacht wird. Ein Beispiel: Das Grundwasser für den Bau des Objekts wurde abgesenkt, wodurch in der unmittelbaren Umgebung wassersensible Schichten entwässert werden. Dies führt zu Setzungen und in der Folge zu Rissen oder Schiefstellungen bei benachbarten Gebäuden. Schäden, die wohl niemand aus dem eigenen Portemonnaie berappen kann. Eine Bauherrenhaftpflicht schützt aber auch vor unberechtigten Forderungen, wenn der Nachbar behauptet, der Riss am Gebäude wurde durch die Bauarbeiten verursacht, auch wenn dem nicht so war. Ebenfalls erheblich ist das Risiko, wenn sich Personen berechtigter- oder unberechtigterweise auf dem Baugelände befinden und dabei verunfallen. Denn der Werkeigentümer haftet für die entsprechenden Schäden.

Bei unerwarteten Schäden: die Bauwesenversicherung
Die Bauwesenversicherung hingegen ist eine Sachversicherung, welche beim zu bauenden Objekt bei plötzlichen und unvorhergesehenen Ereignissen wie Unfällen eintritt. Beispielsweise, wenn das Baugerüst nach einem Sturm einstürzt. Elementarereignisse wie Wasser, Feuer und Diebstahl können in der Bauwesenversicherung mit eingeschlossen werden. Der Schutz der Bauwesenversicherung erstreckt sich auf alle am Projekt Beteiligten wie Bauherren, Planer und Unternehmer. Eine zusätzliche Montageversicherung für Schäden beim Einbau der Küche oder der Installation von Sanitärapparaten ist bei kleineren Projekten wie Ein- oder Mehrfamilienhäusern hingegen nicht notwendig, diese sind über die Bauwesenversicherung gedeckt. Die Montageversicherung ist für industrielle Anwendungen vorgesehen. Manchmal führt die Frage zu Diskussionen, ob Baumängel auch durch die Versicherung gedeckt sind. Das ist nicht der Fall! Deren Behebung obliegt den beteiligten Unternehmen im Rahmen ihrer Gewährleistungspflicht. Eine Versicherung tritt bei Baumängeln nur ein, wenn durch diese weitere Folgeschäden entstehen.

Persönliche Beratung ist Trumpf
Die Versicherungsprämien für die Bauherrenhaftpflicht und die Bauwesenversicherung berechnen sich nach der Bauzeit, dem Wert des Objekts und der vereinbarten Garantiesumme. In die Berechnung einbezogen wird auch das dahinterliegende Risiko, also ob sich das Gebäude auf dem Land oder in der Stadt befindet oder vielleicht schwierige Bodenverhältnisse vorherrschen, die den Bau erschweren. In der Regel bauen Herr und Frau Schweizer nur einmal im Leben und sind deshalb Laien bei Fragen rund um den Bau. Deshalb ist es ratsam, gerade beim Thema Versicherungsschutz auf das Know-how von kompetenten und erfahrenen Experten zu setzen. Dieses Wissen ist bei den Versicherungsgesellschaften vorhanden. Persönliche Beratung ist in solchen Fällen Trumpf – und der erste Spatenstich kann anschliessend beruhigt erfolgen.

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