Smarte Gebäude setzen das neue Energiegesetz effizient um

Bedeutet Smart Building immer teurer und immer noch mehr Technik? Nein.

Mit einem ganzheitlichen Ansatz kosten smarte Gebäude nicht mehr als herkömmlich erstellte Bauten. Und die Umsetzung der Energiegesetze erfolgt wirtschaftlich.

Das neue Energiegesetz der MuKEn 2014 zeigt Wirkung. Unter Berücksichtigung der Mustervorschriften wird ein Neubau in Zukunft nur noch rund 3,5 Liter Heizöl-Äquivalente an Wärmeenergie verbrauchen. Umfassend sanierte Gebäude noch rund 8 Liter. Diese Tatsachen zwingen uns, die Energieversorgung von Immobilien zu überdenken, und stellen die Energie- und Baubranche vor neue Herausforderungen. Wie erreichen wir die neuen Energieziele? Das Stichwort lautet Sektorenkopplung: Heizung, Brauchwarmwasser und Kälte werden mit der Stromerzeugung (Photovoltaik, Batteriespeicher und Netzstrom) sowie der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität mittels einer gesamtheitlichen Steuerung gekoppelt.

Vernetzung als Voraussetzung für effiziente Sektorenkopplung
Die Voraussetzungen für eine effiziente Sektorenkopplung sind die Vernetzung und die gesamtheitliche Steuerung aller Sektoren. Mehrere hundert solcher Gebäude wurden in den vergangenen Jahren realisiert und im Betrieb optimiert. Vor allem Energieversorger sind mit diesem Konzept sehr erfolgreich am Markt tätig. Der seit 2018 gesetzlich mögliche Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) fördert die Philosophie der Sektorenkopplung auch gebäudeübergreifend.

Bedeutet smart immer teurer und immer noch mehr Technik?
Gebäude müssen zwangsläufig smart werden. Aber was bedeutet eigentlich Smart Building und heisst smart immer teurer? Können bestehende Anlagen in ein Smart Building integriert werden? Und müssen wir den Mietparteien tatsächlich vorschreiben, wann die Waschmaschine laufen oder der Sonntagszopf gebacken werden darf? Diese und ähnliche Fragen hören wir täglich von Eigentümern oder Immobilienentwicklern. Nein, absolut nicht. Grundsätzlich lässt sich auch die bereits eingesetzte Technik besser nutzen. Kostenlose Energie liefert zum Beispiel überschüssiger Strom aus Solaranlagen oder Free Cooling. Bei Überbauungen lassen sich durch gemeinsam genutzte Wärme- Kälte-, Strom- und Kommunikationsanlagen Energie und Kosten sparen. Dies bedingt ein Umdenken. Aber es lohnt sich – für die Nutzer, die Umwelt und die Investoren.

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