Holzkreislauf im Kanton Uri
Mit dem «Holzkreislauf Uri» soll das Potenzial der Urner Wälder und der regionalen Holzwirtschaft für den Weg zur Klimaneutralität genutzt werden.

Der Kanton Uri, die Korporation Uri und engagierte Urner Akteure haben dazu konkrete Umsetzungsprojekte entwickelt. Forschende der Hochschule Luzern haben sie dabei begleitet. Nun geben der Urner Regierungsrat sowie der Engere Rat der Korporation Uri grünes Licht zur Realisierung erster Projekte. Ein Baum nimmt während seines Wachstums CO2 auf und bindet den Kohlenstoff im Holz. Ob in Form von Wäldern oder von Bauten – Holz ist ein natürlicher Kohlenstoffspeicher und hat grosses Potential, einen Beitrag zur klimaneutralen Schweiz und damit zur Erreichung der Netto-Null-Ziele bis 2050 zu leisten. Hier setzt das Urner Regierungsprogramm 2020-2024+ an. Es fordert in einem seiner Schwerpunkte, das Potenzial der Urner Wald- und Holzkette zur Reduktion von CO2 in der Atmosphäre besser zu nutzen. Zwei politische Vorstösse im Korporationsrat Uri von 2021 und 2022 zielen ebenfalls in diese Richtung. Sie thematisieren einerseits eine funktionierende Verarbeitungskette vom einheimischen Wald über die Holzverarbeitungsbetriebe bis zu den Endkunden und andererseits eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.
Basierend auf dem Regierungsprogramm und den Vorstössen hat die Sicherheitsdirektion eine Umsetzungsstrategie unter dem Titel «Holzkreislauf Uri» initiiert. In Zusammenarbeit mit der Korporation Uri und im Dialog mit engagierten Urner Akteuren wurden konkrete Umsetzungsprojekte entwickelt. Dr. Sonja Geier vom Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP) der Hochschule Luzern (HSLU) und Hans Rupli, ein langjähriger Experten aus der Holzbaubranche, haben das Vorhaben begleitet.
Integraler Ansatz mit Einbindung der Branchen
Den Auftakt zum Holzkreislauf Uri bildete im März 2022 eine Zukunftskonferenz. Vertreter aus der Urner Wald-, Holzbau- und Energiewirtschaft, der Möbelbau- und Recyclingbranche sowie der Architekturplanung diskutierten Ideen und Visionen. Eine engere Projektgruppe entwickelte in anschliessenden Workshops und Arbeitsgruppen die konkreten Projekte. Mit dabei waren Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft, der Korporation Uri sowie Mitarbeitende der Urner Verwaltung und der Hochschule Luzern.
Funktionierende Holzkette fördert regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze
Unter Leitung des Amts für Forst und Jagd beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe damit, wie die Holz-kette im Kanton Uri gefördert werden kann. Dazu braucht es gezielte Impulse in der Verarbeitungskette Wald und Holz. «Holz bietet nicht nur eine nachhaltige Lösung, um Uri zu einem klimaneutralen Standort auszubauen», erläutert Wendelin Loretz, Vizepräsident und Waldchef der Korporation Uri. «Eine funktionierende Holzkette trägt auch zur regionalen Wertschöpfung bei.» Eine zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich insbesondere mit der Frage, wie die vielfältigen Werte für die Bevölkerung erlebbar gestaltet werden können und wie die Jugend ins Projekt eingebunden werden kann. Ein dritter Themenbereich betraf die langfristige Sicherung der Klimaschutzleistungen im Urner Wald. «Die Verwendung von einheimischem Holz sichert Arbeitsplätze und ermöglicht auch, dass der Urner Wald gleichzeitig vor Naturgefahren schützt, Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bietet, zur Biodiversität beiträgt und der Bevölkerung als wertvoller Erholungsraum zur Verfü-gung steht», so Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti. Und Kantonsforstmeister Roland Wüthrich vom Amt für Forst und Jagd ergänzt: «Um diese Leistungen des Waldes langfristig zu sichern, gilt es ihn regelmässig und zukunftsgerichtet zu pflegen, damit er stabil bleibt und klimafit wird.»
Integraler Ansatz mit Einbindung der Branchen
Den Auftakt zum Holzkreislauf Uri bildete im März 2022 eine Zukunftskonferenz. Vertreter aus der Urner Wald-, Holzbau- und Energiewirtschaft, der Möbelbau- und Recyclingbranche sowie der Architekturplanung diskutierten Ideen und Visionen. Eine engere Projektgruppe entwi-ckelte in anschliessenden Workshops und Arbeitsgruppen die konkreten Projekte. Mit dabei waren Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft, der Korporation Uri sowie Mitarbei-tende der Urner Verwaltung und der Hochschule Luzern.
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